Galette des rois – Provenzalischer Dreikönigskuchen

Das Dreikönigsfest ist auch in der Provence eine tief verwurzelte Tradition und ein fester Bestandteil des Weihnachtsfestes, das mit dem Fest Mariä Lichtmess endet.
Das Dreikönigsfest, das die Weihnachtsfeierlichkeiten abschließt, wird normalerweise am 6. Januar gefeiert. Fällt dieses Datum auf einen Arbeitstag, ist es üblich, das Dreikönigsfest mit einem Dreikönigskuchen am Sonntag vor oder nach dem 6. Januar zu feiern.
In der Provence handelt es sich um ein Brioche, das mit kandierten Früchten und Zucker belegt wird. Im Inneren der Brioche sind ein Santon und eine Fee versteckt.

400g Mehl T45 in eine Schüssel geben und eine Mulde machen. 10g frische Hefe mit 1 EL Orangenblütenwasser mischen und in die Mulde geben.
50g Zucker, 1 TL Salz, Zesten einer Zitrone und 4 verquirlte Eier zugeben. Alles zu einem homogenen Teig kneten (Küchenmaschine). Anschliessend nach und nach 150g weiche Butter in Stücken dazukneten.
Eine Kugel formen, in eine Schüssel geben und mit Klarsichtfolie abdecken. Bei guter Raumtemperatur 6 Stunden aufgehen lassen. Anschliessend den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Den Teig am nächsten Tag aus dem Kühlschrank nehmen, kurz durchkneten, 150g konfierte Früchte gemischt in Würfelchen unterkneten, dann 5 Minuten ruhen lassen.

In der Mitte der Teigkugel eine grosses Loch machen und einen Teigring formen. Zudecken und 2 Stunden ruhen lassen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Den Teigring mit einem verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. 20 Minuten backen.

Auskühlen lassen, dann die Stellen die nicht mit Zucker bedeckt sind, mit etwas erwärmter Aprikosenkonfitüre bestreichen. Die Krone mit 50g konfierten Früchten aus APT dekorieren.

Nicht vergessen den Santon und die Fee im Kuchen zu verstecken!

Zubereitung 30 Min. Ruhezeit 6h plus 1 Nacht, 2h Ruhezeit, backen 20 Minuten.

Régalez-vous !

Birnen-Dessert mit Ingwer und Vanille

Ein festliches Dessert ohne grossen Aufwand. Ich habe das Originalrezept abgewandelt und Herr B. hat das Resultat mit  »ausgezeichnet » bewertet.

Für 6 Personen

Die Schale von ½ Orange fein abreiben. Den Saft der ganzen Orange auspressen. 10g Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Alles in eine mittlere, eher weite Pfanne geben. Eine halbe Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit den herausgekratzten Samen sowie 2,5dl Prosecco und 80g Rohzucker beifügen. Den Sud aufkochen und zugedeckt 10 Minuten kochen lassen.

Inzwischen 4 Birnen schälen, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Die Birnenwürfel in den Sud geben und knapp weich kochen. Auskühlen lassen.

Vor dem Servieren 1,5dl Vollrahm steif schlagen. Die Birnen in Gläser füllen und darauf jeweils etwas Rahm geben. Mit einer getrockneten Birnenscheibe dekorieren.

Tipp: Die Birnenscheiben entweder im Dörrex oder im Backofen trocknen.

Quelle: Wildeisen 2010

Pomme de pin – Weihnachtlicher Tannenzapfen

Anstelle eines Bûche de Noël habe ich mich dieses Jahr für einen Pomme de pin entschieden. Ein neues Wort, ein anderes Weihnachten, ein anderes Gebäck. Auf jeden Fall sehr lecker und fast schon entspannend, jedes Mandelblättchen einzeln in die Buttercrème zu stecken.

Total 5 Papierformen vorbereiten. Der grösste Zapfen sollte ca. 22cm und 12cm breit sein. Die nächsten Formen habe ich jeweils 2cm kürzer gestaltet. Je nachdem wie dick das Biskuit nach dem Backen ist, würden allenfalls auch nur 4 Lagen reichen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

5 Eier mit 75g Zucker ca. 10 Minuten lang zu einer hellen Masse aufschlagen. 80g Mehl, 20g Maizena und 20g Kakaopulver sieben und mischen. Die Mehlmischung mit einem Schwingbesen vorsichtig aber zügig unter die Eimasse heben. Die Masse auf einem Backpapier auf dem Blechrücken ausstreichen. Auf der zweituntersten Rille 12-15 Minuten backen. Umgedreht auf ein weiteres Papier stürzen, oberes Papier abziehen und Biskuit mit umgedrehtem Blech zudecken. Auskühlen lassen.

Für die Buttercrème in einem Pfännchen 1dl Espresso mit 0.5 TL Vanillepulver und 200g Puderzucker erwärmen. Auskühlen lassen.

100g Mandelblättchen auf ein Backblech geben. Wenn das Biskuit fertig gebacken ist, die Mandeln bei 180°C etwa 10 Minuten goldbraun rösten.

250g weiche Butter schaumig schlagen. Dann unter ständigem Rühren nach und nach den Espressosirup beifügen, sodass eine luftige Buttercrème entsteht.

Aus dem Biskuit mit Hilfe der Formen 5 Böden ausschneiden.

Gut 1/2 der Buttercrème beiseite stellen. 1/2 dl Espresso zubereiten.

Den ersten und grössten Boden auf eine Platte legen. Mit etwas Espresso beträufeln, dann mit Buttercrème bestreichen. So fortfahren, bis alle Böden aufgebraucht sind. Den Zapfen mit der beiseite gestellten Buttercrème rundum bestreichen.

Zuletzt die Mandelblättchen Reihe für Reihe leicht versetzt in die Buttercrème stecken. Den Zapfen mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Vor dem Servieren mit Kakaopulver / Puderzucker bestreuen.

Der Zapfen ist im Kühlschrank ca. 7 Tage haltbar.

Quelle: Wildeisen 12/2013

Chnöpfli ohne Chnöpflimehl

Oh ja, wieder einmal Chnöpfli. Mmmmhhh, ohne Chnöpflimehl? In Frankreich gibt es kein Chnöpflimehl – aber dafür sonst eine grössere Auswahl an verschiedenen Mehltypen. Ich habe mich für das T45 entschieden und bin glücklich mit dem Resultat.

150g Weissmehl T45 mit 1/2 TL Salz mischen. 2 Eier mit 70g Wasser verschlagen. Die Eier zum Mehl geben und Teig rühren, bis er Blasen wirft.  Teig ca. 20 Minuten ruhen lassen. Anschliessend in reichlich Salzwasser die geschabten oder durch den Spätzler gestrichenen Chnöpfli, garen.

Einen Broccoli rüsten, die Röschen im Steamer bei 100°C 4 Minuten garen. Etwas Saucisson sec de l‘Archèche in dünne Streifen schneiden. Etwas Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, die Spätzli, den Broccoli und die Saucisson sec dazugeben, warm werden lassen. Anrichten und geniessen.

Spitzbuebe 2021

Die Spitzbueben sind auch dieses Jahr wieder die ersten Weihnachtsguetzli. Daran hat auch die Standortveränderung nicht gerüttelt. Herr B. musste nicht lange überlegen…
Anders als sonst, habe ich für die Füllung Erdbeerconfi genommen. Auch sehr lecker.

250g weiche Butter geschmeidig rühren. 120g Zucker, 1 Eiweiss, 1 Prise Salz und 2 TL Vanillezucker beigeben, schaumig rühren. 350g Mehl daruntermischen, leicht zusammenkneten, 90 Minuten kühl stellen.

Den Teig 5 mm dick auswallen, Guetzli ausstechen und bei 200°C 10 Minuten backen.

Johannisbeergelee, Himbeergelee oder auch Aprikosenconfi auf die Bödeli streichen. Deckeli mit Puderzucker bestreuen, aufsetzen.

Lavendel-Zitronen-Cake

Ein weiterer Zitronencake, diesmal in der französischen Variante. Mit Lavendelhonig und getrockneten Lavendelblüten. Der Duft der Provence…

Für einen kleinen Cake von 20cm, mit Backpapier ausgekleidet

1 Zitrone auspressen und den Saft zusammen mit 1 TL getrockneter Lavendelblüten aufkochen. Ca. 5 Minuten ziehen und dann auskühlen lassen. 125g weiche Butter mit 50g Zucker schaumig rühren. 75g Lavendelhonig unterrühen, 1 Prise Salz beigeben.
Den ausgekühlten Zitronensaft und anschliessend 3 Eier (immer eins nach dem andern) unterrühren. Zum Schluss 175g Mehl mit 1 TL Backpulver mischen und unter die Teigmasse ziehen. In die Form füllen. Bei 180°C auf der zweituntersten Rille ca. 45 Minuten backen.

Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren.

Risotto mit Zucchettiblüten und Lieblings-Olivenöl

Noch einmal Zucchettiblüten auf dem Markt erhascht. Diesmal einfach fein geschnitten und in Olivenöl kurz angebraten. Mit Fleur de Sel abgeschmeckt. Dazu gab es mein neues Lieblings-Olivenöl, welches wir am liebsten einfach mit frischem Baguette geniessen. Das Olivenöl ist sehr fein im Geschmack, mit einer leichten Zitrusnote. Einfach nur genial. Unsere BnB – Gäste in der http://www.villavelleron.com bekommen natürlich die Adresse ;-) .

Zitronencake

Der Zitronencake ist schnell gemacht und meistens hat man alle Zutaten im Vorrat. Die Zitroneninfusion kann nach Belieben angepasst werden. Einfach mehr oder weniger Zitronensaft und Puderzucker verwenden.


Für eine Cakeform von ca. 30 cm, mit Backpapier ausgelegt

250g weiche Butter mit 250g Zucker und 1 Prise Salz verrühren. 4 Eier (ein Ei nach dem andern) darunterrühren, weiterrühren bis die Masse heller ist. Abrieb einer Zitrone darunterrühren.

250g Mehl und 1 TL Backpulver mischen, unter die Masse mischen. Teig in die vorbereitete Form füllen.

Bei 180°C ca. 1 Std. in der Mitte des Ofens backen.

Cake herausnehmen, etwas abkühlen, mit einem Holzspiesschen dicht einstechen. Von 1-3 Zitronen den Saft mit 20 – 60g Puderzucker verrühren, über den Cake giessen. Cake aus der Form nehmen, auf einem Gitter auskühlen.

Quelle: Betty Bossi

Quiche mit Feige und Ziegenkäse

Die Kombination ist köstlich. Und unser Feigenbaum trägt noch immer Früchte. Wunderbar.

Für eine rechteckige oder runde Form:

Pâte brisée herstellen:
260g Mehl mit 4 TL Zucker und 1.5 TL Salz vermischen. 130g kalte Butter in Stücken mit der Teigkarte einarbeiten. Dann 1 Ei und anschliessend 25g Wasser ebenfalls einarbeiten. Mit dem Handballen zu einem weichen Teig stossen. Eine Kugel formen und ca. 30 Minuten kühl stellen. Zur Abwechslung können auch noch frische Thymianblättchen in den Teig mit eingearbeitet werden.

Teig auswallen und in Form geben.

Vergebens habe ich in meiner neuen Heimat nach Feigensenf gesucht. Also habe ich von meiner selbstgemachten Feigenkonfitüre genommen und diese mit normalem Senf gemischt. Schmeckt wunderbar. Diesen Feigensenf auf den Tarteboden streichen.

Auf dem Boden abwechselnd Feigenscheiben und Ziegenkäsescheiben einschichten. Alles mit frischem Thymian, einigen gehackten Baumnüssen und etwas flüssigem Honig bestreuen. Aus dem übrig gebliebenem Teig können Guetzli ausgestochen und zur Dekoration auf die Tarte gelegt werden.

Die Quiche bei 180°C ca. 40 Minuten backen.