Bärlauch-Chnöpfli

Ich würde so gerne wieder einmal einen richtig stark riechenden Bärlauch finden. Derjenige welchen man im Laden kaufen kann, riecht aktuell leider überhaupt nicht nach Bärlauch. Trotzdem, die Chnöpfli waren lecker.

Für 2 Personen

120g Bärlauch waschen und kurz blanchieren. Anschliessend etwas trocknen und fein hacken.

200g Chnöpflimehl in eine Schüssel geben. 1dl Wasser mit 2 Eiern verquirlen, zum Mehl giessen und alles zu einem Teig schlagen, bis dieser glatt ist und Blasen wirft. Den Bärlauch untermischen.

Bei Zimmertemperatur 30 Minuten stehen lassen.
Salzwasser aufkochen, den Teig durch das Chnöpflisieb streifen. Die Chnöpfli portionsweise machen. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in einer Bratpfanne kurz in heisser Butter schwenken.

Dazu passt ein Bündner-Salsiz.

Humus

Le meilleur houmous…. es gibt so viele verschiedene Varianten. Hier spielen die exotischen Gewürze eine wichtige Rolle. Am Schluss wird mit frischem Brot gedippt. Ein Muss auf jedem sommerlichen Vorspeisen-Buffet. Ich persönlich verwende immer schon vorgekochte Kichererbsen aus der Dose. Hier aber das Rezept mit den getrockneten Erbsen, sicher ist sicher…

250g getrocknete Kichererbsen für 12 Stunden in Wasser einweichen. Abtropfen und in einer Pfanne mit 1 TL Backpulver auf starker Hitze umrühren. Dann 1.5 Liter Wasser beigeben und zum Kochen bringen. Für 30-40 Minuten kochen lassen.

Die Kichererbsen abtropfen lassen und in einen hohen Becher geben. Mit dem Stabmixer pürieren und nach und nach 270g Tahini, 4 EL Zitronensaft, 3 Knoblauchzehen, 8cl kaltes Wasser, 4 EL Olivenöl und 1.5 TL Salz beigeben. Abschmecken.

Auf einem Teller geben und mit Zaatar, Piment d’Alep, Sumac und Olivenöl anrichten.

Tarte Bourdaloue

Die Tarte Bourdaloue ist gemäss vielen Aussagen ein Klassiker der französischen Patisserie. Der süsse Mürbeteig schmeckt selbstgemacht wie immer am besten. Die Vanille-Birnen werden vorher weichgekocht, das Rezept findest du hier.

Für eine Springform von 24cm

Süsser Mürbeteig

100g weiche Butter mit 80g Puderzucker vermischen. 40g Ei (vorher zerschlagen um die exakte Menge beifügen zu können) hinzufügen und alles sehr gut vermengen.

200g Zopfmehl auf die Arbeitsfläche geben und eine Mulde machen. Die weiche Butter-Ei-Masse hineingeben und das Mehl mit einer Teigkarte einarbeiten. Am Schluss eine Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und 1 Stunde kühl stellen.

Mandelcrème

100g weiche Butter mit 100g Puderzucker vermischen. 100g Ei (vorher zerschlagen um die exakte Menge beifügen zu können) hinzufügen und alles sehr gut vermengen. Am Schluss 100g gemahlene und geschälte Mandeln unterheben. Bis zur Verwendung kühl stellen.

Den Mürbeteig auf wenig Mehl auswallen. Den Springformenboden mit Papier auskleiden, den Rand bebuttern. Den Teig in die Form legen, Ränder schön schneiden.

Die Mandelcrème auf dem Boden verteilen, kühl stellen.

Nun die weichen und ausgekühlten Vanille-Birnen halbieren, von Gehäuse, Stiel und Fliege befreien. Quer in feine Lamellen schneiden und gegen das breite Ende leicht auffächern. Die Birnen mit dem schmalen Ende gegen die Mitte auf die Mandelcrème setzen. Die Zwischenräume mit Mandelblättchen bestreuen.

Die Tarte bei 180°C ca. 40 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Zum Servieren kann von dem Vanille-Birnen-Sirup etwas über die Tarte geträufelt und alles mit Puderzucker dekoriert werden.

Quelle: encoreungateau.com

Seeteufel-Medaillons mit Grissini-Panade auf Pastasalat

Ein Gericht, dass entweder lauwarm oder auch wirklich ausgekühlt als Sommergericht serviert werden kann. Beim Fisch können Medaillons von Seeteufel, Skrej oder Kabeljau verwendet werden. Der Fisch wird im Steamer zubereitet. Wunderbar vorzubereiten und der Garpunkt des Fischs im Steamer wird garantiert.

Für 4 Person als Hauptgang

300g Gnocchi sardi in Salzwasser zubereiten, abgiessen.

10 getrocknete Tomaten in Öl in Streifen schneiden, 6 Artischokenherzen aus der Dose vierteln, 1 Zucchetti in Streifen schneiden, 1 Knoblizehe fein hacken
Alles in Olivenöl in der Bratpfanne andünsten

Für die Sauce 1 EL weissen Balsamico, 1 TL Zitronensaft, 2 EL Olivenöl, 1 TL Thymianblättchen, 1 EL fein gehackte Petersilie, Salz und Pfeffer mischen. Gut verrühren. Teigwaren und gedünstetes Gemüse mischen, 10 Minuten ziehen lassen.

12 Fischmedaillons à 50g in eine ungelochte, gebutterte Schale setzen. Mit Salz und Pfeffer würzen und bei 90°C 2 Minuten garen, 1 Minute nachziehen lassen.

30g zerdrückte Grissini mit 4 grünen, fein gehackten Oliven, 1 EL fein gehackter Petersilie und 1 EL weicher Butter mischen.

Salat anrichten, Fisch aufsetzen und mit Panade garnieren.

Quiche Lorraine

Die Quiche Lorraine, ein Klassiker schlechthin. Der Pâte brisée ist natürlich selbst gemacht.

Für eine grosse, runde Form.

250g Weissmehl mit 1 guten Prise Salz mischen. 140g kalte Butter in kleinen Würfeln mit der Teigkarte unter das Mehl arbeiten. Eine Mulde formen und ein 1 Ei hineingeben. Wiederum mit der Teigkarte einarbeiten. Nach und nach ca. 25g kaltes Wasser beifügen. Mit dem Handballen den Teig stossen bis alle Komponenten komplett eingearbeitet sind. Eine Kugel formen, in Klarsichtfolie packen und 30 Minuten kühl stellen.

Für die Füllung 100g Speckwürfeli ausbraten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

4 Eier und 1 Eigelb zerschlagen und 200g Crème fraîche unterrühren. Mit 1 TL Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf wenig Mehl auswallen und in das Kuchenblech geben. Den Teigboden mit dem übrig gebliebenen Eiweiss bestreichen. Die Speckwürfeli darauf verteilen, anschliessend den Guss einfüllen.

Die Quiche bei 180°C 45 Minuten Intensivbacken. Herausnehmen, kurz stehen lassen, servieren.

Gefüllte Pouletbrust auf Safransauce

Ich weiss wirklich nicht, wieso ich nicht öfter komplett mit dem Profi-Steam von Miele arbeite. Die Resultate sind bestechend, einfach und schnell. Auch dieses Gericht überzeugt. Köstlich!

Hauptspeise für 4 Personen

5g getrocknete Pilze in heissem Wasser einweichen, abgiessen, trocknen und klein schneiden.
Ein kleines Rüebli in Brunoise schneiden und in einer gelochten Schale bei 100°C 3 Minuten blanchieren. Auskühlen lassen.
75g Pouletfleisch mit 75g Vollrahm pürieren. 1/4 Bund glatte Peterli fein hacken und mit den Pilzen und den Rüebli unter die Fleischmasse mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
4 Pouletbrüstli quer, aber nicht komplett durchschneiden. Flachklopfen und mit der Masse füllen. Mit einem Zahnstocher fixieren.
Eine ungelochte Schale ausbuttern, 2 EL Weisswein eingiessen und die Pouletschnitzel hineinsetzen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Ca. 300g Broccoli-Röschen in eine ungelochte Schale setzen und bei 120°C 1 Minute vorgaren.

Anschliessend das Poulet und den Broccoli bei 100°C 4 Minuten garen, 2 Minuten nachziehen lassen.

Für die Sauce 0.5dl Weisswein und 0.5dl trockenen Wermut (Noilly Prat) oder auch Sherry in einem Saucenpfännchen auf die Hälfte einkochen. 2dl Vollrahm beifügen und sämig einköcheln. 2 Briefchen Safran beifügen und mit Salz und Pfeffer die Sauce abschmecken. 

Anrichten und mit frischem Baguette oder Ofenkartoffeln dazu servieren.

Barba di frate – Mönchsbart

Mönchsbart! Die Saison ist eröffnet und wenn ich in unserem Binnenland tatsächlich die Möglichkeit bekomme diesen zu kaufen, dann nichts wie los! Mönchsbart wächst wild in den von der Gischt salzgetränkten Dünenwiesen Italiens und sieht aus wie ein dicker, fleischiger Grasbüschel. Mönchsbart kann roh als Salat, gedünstet und mit Zitronensaft sowie Olivenöl beträufelt als Gemüse oder gekocht oder gedünstet in einer Rahmsauce zu Fisch oder Pasta gegessen werden. 

Spaghetti im siedenden Salzwasser al dente kochen, abtropfen, beiseite stellen. Knoblauch in Scheibchen schneiden. Mönchsbart waschen, abtropfen, grobe und braune Enden entfernen. Öl in einer Pfanne heiss werden lassen, Mönchsbart und Knoblauch bei mittlerer Hitze ca. 3 Min. braten, Spaghetti beigeben, würzen, nur noch heiss werden lassen.

Dazu passt wunderbar ein Salzwasser-Fisch-Filet.